Kreszentia „Zenta“ Kopp (geb. Gastl) gehörte in den 1950er- und frühen 1960er-Jahren zu den prägenden Leichtathletinnen des TSV 1860 München. Die Hürdenspezialistin gewann insgesamt fünf deutsche Meistertitel über 80 Meter Hürden sowie zwei im Weitsprung und feierte 1958 mit EM-Silber in Stockholm ihren größten internationalen Erfolg.
Ein Höhepunkt ihrer Karriere war der überraschende Weltrekord über 80 Meter Hürden im Jahr 1956, der sie zur Mitfavoritin bei den Olympischen Spielen in Melbourne machte. Dort wie auch 1960 in Rom verpasste sie den Finaleinzug jeweils nur knapp. Neben ihren Einzelerfolgen war sie auch ein wichtiger Teil der erfolgreichen Mannschaft der „Löwinnen“, die mehrfach die deutsche Teammeisterschaft gewann.
Nach einer Familienpause kehrte sie noch einmal erfolgreich in den Leistungssport zurück. Später lebte sie mit ihrer Familie im Ausland, unter anderem in Brüssel, Teheran und auf Gran Canaria.
Zenta Kopp verstarb am 17. April 2026 in Garmisch-Partenkirchen im Alter nach einem erfüllten Leben. Der TSV 1860 München verliert mit ihr eine herausragende Sportlerin und Persönlichkeit.
